| ? | ? |
| ? | ? |
| ? | ? |
| ? | ? |
| 1 : 3 | |
| Schiedsgericht: | SC Alstertal-Langenhorn |
| Datum: | 08.11.2009 |
| Ort: | Hamburg |
| Halle: | Lottestr. |
Arbeitssieg beim Schlusslicht.
Am vergangenen Sonntag kam es in der Lottestraße zum Stelldichein der Kellerkinder. Zunächst pfiffen wir das Duell der bislang sieglosen Mannschaften von Hamburg-Mitte und SCALA, in welchem sich Hamburg-Mitte nach einem glatten 0:3 die verdiente Rote Laterne sichern konnte. Nun waren wir leicht in der Favoritenrolle und es galt, den arg in der Bredouille steckenden Zentralhamburgern einen weiteren Dämpfer zu verpassen, unseren sechsten Platz zu festigen und so wieder den Kontakt zum Mittelfeld der Tabelle herzustellen.
Dieses Unternehmen ließ sich zunächst auch ganz gut an, wir lagen schon im ersten Satz deutlich in Front. Doch leider gelang es uns, den Gegner wieder aufzubauen. Unentschuldbare Harmlosigkeit im Angriff. Pomadige Feldverteidigung. Satzverlust. Wir waren eben noch nie Schönwetter-Volleyballer.
Allerdings gehört es eben auch zu unseren (vielen, doch häufig verborgenen) Talenten, Kapital aus unserer schier unermesslichen Erfahrung zu schlagen. So zogen wir die richtigen Schlüsse aus der Pleite im ersten Satz und stellten das Team klug um. Nun endlich gelang es uns, beim Gegner für Aufklärung bei den stets drängenden Fragen zu sorgen: Wo hängt der Hammer? Wo holt Bartel den Most? Und wo hat der Frosch die Locken? Wir gaben die Antworten auf dem Platz. Und diese fielen zumindest in den Sätzen zwei und drei eindeutig aus.
Im vierten Satz bestimmten wir zwar auch über weite Strecken die Richtung, mussten Hamburg-Mitte aber am Satzende noch vorbeiziehen lassen. Beim Satzball gegen uns stand uns allen die Angst vor einem möglichen Tie-Break ins Gesicht geschrieben - über dessen wahrscheinlichen (wenn nicht gar sicheren) Ausgang herrschte bei uns stillschweigende Einigkeit: Das würde in die Hose gehen! So fassten wir uns doch noch ein Herz und erkämpften uns einen Matchball, den wir dann tatsächlich auch verwandeln konnten.
Wir konnten also den Kopf aus der Schlinge ziehen, die Kuh vom Eis holen und zwei wertvolle Punkte für den Klassenerhalt auf der Habenseite verbuchen. Zwar dürfte der Zug Richtung Landesliga endgültig abgefahren sein, doch auch für den Bezirksklassen-Express scheinen die besten Plätze im Abstiegs-Abteil bereits von anderen Teams reserviert zu sein. Und schon beim Heimspieltag nächste Woche im Sethweg haben wir die Möglichkeit, zusätzliche Punkte zu sammeln, um ein weiteres Jahr auf dem Bahnhof "Bezirksliga" haltmachen zu dürfen.
Netzmeister